Mitarbeitende informieren sich vor Ort

Interne Weiterbildung statt Mittagpause – das war heute für fast 30 Mitarbeitende der Nagra eine gute Entscheidung. Sie nahmen an einer Fachführung teil, um die seismischen Messungen aus nächster Nähe mitzuerleben. Ausgerüstet mit einem guten Lunchpaket stiegen die Mitarbeitenden voller Erwartungen in den Bus und liessen sich ins Messgebiet in der Nähe von Fisibach, in der Nähe zur deutschen Grenze fahren. Unterwegs informierte Marian Hertrich, Projektleiter Geophysik, über die Grundlagen der seismischen Messungen. Erste Anlaufstation war das Truppbüro der ausführenden Firma DMT in Rekingen. Dort gab es erst einmal eine Sicherheitseinweisung. Denn man darf den grossen Virbrationsfahrzeugen nicht zu nahe kommen. „Bitte halten Sie den Sicherheitsabstand von fünf Metern stets ein“, warnte Wilko Postel von der DMT. Alles andere wäre zu gefährlich. Zur Sicherheit muss jeder eine orange leuchtende Weste tragen. Schon auf dem Weg nach Fisibach, wo gestern gemessen wurde, sah man Holzpflöcke und Geofonkabel am Strassenrand. Die Vibratoren waren zu dem Zeitpunkt gerade auf schwierigem Gelände im abgeernteten Chabis-Feld unterwegs. Wie überall wurde aber auch hier alle sechs Meter gemessen. Ein eingespieltes Team war zu sehen, welches mit wenig verbaler Kommunikation die drei Fahrzeuge mit grösster Präzision an die richtige Position führte.

Die grossen Vibrationstrucks vibrieren pro Signal 18 Sekunden lang, was ziemlich imposant ist, da die Erschütterungen von den Umstehenden am ganzen Körper wahrgenommen werden. Die aus dem Untergrund zurückgeworfenen Signale werden über eine Strecke von vier Kilometer aufgefangen. Für den Laien ist es fast nicht vorstellbar, dass die Signale auch in so grosser Entfernung aufgezeichnet werden können. Die Kraft, die in diesen Trucks steckt, ist eindrücklich und deshalb überrascht es nicht, dass die Fahrzeuge bis zu 300 Liter Diesel pro Tag benötigen.

Nach der Besichtigung der Vibratoren und der Geofonkabel war die Mittagspause schon zu Ende und die Fahrt zurück stand bevor. Letzte Informationen zu technischen Angaben der Vibratoren und über den logistischen Aufwand, der hinter der Messkampagne steckt, verkürzten die Heimfahrt. Nach einer Mittagspause an der frischen Luft und mit vielen positiven Eindrücken kehrten die Mitarbeitenden zurück in ihre Büros. “Meistens gehen im Info-Centre die Projekte nur auf dem Papier über den Tisch, da ist es umso interessanter, wenn man mal eines in voller Aktion erlebt”, sagt Bibliothekarin Petra Vogt.

Besuch der Feldarbeiten

... dieses Mal wirklich auf einem abgeernteten Feld.