Messungen heute 14.15 Uhr abgeschlossen

Heute um 14.15 Uhr wurde in Neuhausen in der Unterführung zum Bahnhof Neuhausen Bad der letzte Messpunkt der grossen Seismik-Kampagen in der Nordschweiz gesetzt. Die Datenaufnahme des grossen Untersuchungsprogramms, das die Nagra durchführen liess, ist damit abgeschlossen. Bis die Ergebnisse vorliegen wird es Herbst oder sogar Ende des Jahres.

Letzter Vibrationspunkt in der Zollstrasse in Neuhausen

Aber heute galt es zunächst einmal zu feiern. Traditionell versenkt der Messtrupp an dem letzten Messpunkt eine Flasche Sekt im Boden. Mitten auf der Zollstrasse geht das natürlich nicht, darum wurde diese Tradition beim Messwagen durchgeführt. Eine Flasche wird kopfüber in den (weichen) Boden gesteckt. Ein Vibrationsfahrzeug wird direkt darüber eingewiesen, die Messplatte herabgesenkt und die Flasche im Boden versenkt. “Das bringt Glück”, schmunzelt Uwe Scharf, der als Berater der Nagra die Feldarbeiten draussen betreut hat. Wem bringt es Glück? Dem Land oder dem Kanton oder dem Auftraggeber oder der beauftragten Firma? Das kann sich jeder selbst aussuchen, so der diplomatische Ratschlag von Scharf.

Flasche versenken

Es wurde aber auch auf den erfolgreichen Abschluss angestossen. “Es war ein grosses Projekt”, ergreift Scharf das Wort und dankte allen Beteiligten für deren Einsatz. Alles habe gut geklappt und es habe – zum Glück – keine Verletzten gegeben. Das sei bei 300 Kilometern Messlinie, rund 100 Mann die von Montag bis Samstag von morgens 7 bis abends 20 Uhr im Feld arbeiten und sogar einige Nachtschichten einlegen mussten, nicht selbstverständlich. Zum Teil wurde in anspruchsvollem Gelände gearbeitet und zum Teil waren die Wetterbedingungen widrig.

Anstossen auf den erfolgreichen Abschluss

Heute schien zum Abschluss die Sonne als auf der viel befahrenen Zollstrasse in Neuhausen die letzten Punkte gemessen wurden. Und zumindest Corinna Gerfen, eine der beiden Frauen beim Messtrupp, die im Feld aktiv waren, scheint alle Widrigkeiten schon vergessen zu haben: “Meistens hatten wir schönes Wetter”, fasst sie zusammen. Und die Eiseskälte? “Ach, das war nicht so schlimm”, meint sie und strahlt mit der Sonne um die Wette. “Hauptsache man ist draussen”, fügt sie hinzu.

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Sonne, Schatten – und Kirschtorte

Unsere Informationsveranstaltung Seismik in Löhningen war breit angekündigt. Wir hatten Inserate geschaltet, die Medien informiert und waren mit den betroffenen Gemeinden im Gespräch. Wir hofften auf regen Besuch – immerhin wurden kurzfristig seismische Messungen im Gebiet Südranden durchgeführt, und da ist es nicht einfach, alle Beteiligten zufriedenstellend zu informieren. Fünf Mitarbeitende der Nagra waren am Samstag, 3. März eingeteilt, der interessierten Bevölkerung zwischen 10 und 13 Uhr vor der Volg-Filiale in der Hauptstrasse Auskunft zu geben.

Weil wir unsere mobile Ausstellung noch aufbauen mussten, waren wir bereits kurz nach 9 Uhr vor Ort. Aber wir waren nicht die Ersten. Auf der gegenüber liegenden Strassenseite hatte Klar! Schaffhausen einen grossen Informationsstand aufgebaut. „Die Leute aus den Regionen haben, wie man sieht, bessere Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten“, sagten sie mit einem Augenzwinkern. Und wirklich: Sie standen in der Sonne, wir im Schatten.

Weil die Nagra aber nie weiss, ob ihr Wind entgegen bläst, wenn sie in die Regionen geht, ist sie oft gut vorbereitet. Dieses Mal hatten wir Kaffee organisiert. In diesem Zusammenhang nochmal vielen Dank an die Mitarbeiterinnen der Volg-Filiale, die uns eifrig unterstützten. Weil unser Projektleiter für die Seismik, Philip Birkhäuser, bei der Erklärung der Seismik gerne mal auf anschauliche Beispiele zurückgreift (schichtweise Anordnung im Gestein vergleichbar mit einer Torte) und weil die Information für die Bevölkerung in Löhningen der Abschluss unserer Informationstour war, gab es ausnahmsweise Schwarzwälder Kirschtorte.

Der Austausch über die Strassenseite hinweg funktionierte gut und freundlich. Mal schaute man sich das Informationsmaterial der anderen an, mal tauschte man sich für oder gegen Tiefenlager aus, mal interessierte das Thema Seismik. Auch wenn die grundsätzlichen Positionen meistens klar waren, waren die Gespräche anregend und bereichernd – nicht nur für die Besucherinnen und Besucher. Von ihnen nutzten viele beide Informationsquellen.

Insgesamt kamen etwa 40 interessierte Besucher an unseren Stand. Es gab viele spannende und teils sehr lange Gespräche. Wir bedanken uns bei allen für ihr Interesse an unserer Arbeit.

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Beim Erdhorchen zugeschaut

Von Gastautor Matthias Knill

“Mit den ergänzenden seismischen Untersuchungen gewinnen wir wertvolle Informationen über den Untergrund des Schweizer Mittellandes”, erklärt Philip Birkhäuser, Projektleiter der Nagra. Die zusätzlichen Messungen in diesem Winter dienen einer vertieften Untersuchung der Geologie und der Beurteilung der Entwicklung des Untergrundes über längere Zeiträume, aber auch der Vorbereitung für detailliertere, dreidimensionale Messungen in einem späteren Zeitpunkt.

Interessierte Gruppe

Seit mehreren Wochen bewegt sich ein Trupp von rund 100 Personen und mehreren gewichtigen Fahrzeugen durch das Schweizer Mittelland. Die Experten der DMT sind von der Nagra beauftragt, geophysikalischen Messungen in den potenziellen Standortgebieten auszuführen. “In der Schweiz gibt es kein Unternehmen, welches diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen könnte. Die Mannschaft des deutschen Unternehmens DMT beschäftigt sich täglich mit seismischen Messungen – meist im Zusammenhang mit Erdöl- und Erdgasvorkommen. Unlängst hat das gleiche Team in St. Gallen aber auch Untersuchungen für ein Geothermieprojekt ausgeführt”, so Philip Birkhäuser weiter.

Feldbesuch von Forum Vera

Vergleichbar mit dem Echolot in der Schifffahrt bilden die seismischen Wellen die Gesteinsschichten im Untergrund ab. Diese Wellen brechen sich an den Gesteinsgrenzen und werden dort reflektiert. Aufgrund der gemessenen Signale an der Erdoberfläche lassen sich die Strukturen im Untergrund abbilden. Im Messwagen wird die Datenqualität noch während dem Messvorgang überprüft.

Im Messwagen

25 interessierte Mitglieder der Regionalgruppen des Forums Vera liessen sich ab 24. Februar 2012 über die Methode der Seismik informieren. Der Feldbesuch zeigte auf, welcher Aufwand notwendig ist, um wissenschaftlich belastbare und vergleichbare Aussagen über die Geologie in einem möglichen Standortgebiet machen zu können.

Vibrationsfahrzeug

“An dieser Stelle vibrieren wir nur mit 40% und nur einem Fahrzeug. Im Untergrund befindet sich eine Wasserleitung. Schäden durch die Wellen müssen wir auf jeden Fall vermeiden”, erklärt uns der Projektleiter. Die seismischen Wellen werden mit tonnenschweren Fahrzeugen oder kleinerern Sprengungen angeregt. Die Messung erfolgt mit empfindlichen Messsonden, den Geophonen. Diese werden über weite Strecken ausgelegt und mit kilometerlangen Kabeln verbunden – dies alles erfordert eine sorgfältige Planung und Ausführung.

Feldbesuch

Zwischen den Informationsmodulen nutzten die Teilnehmenden des Forums Vera die Zeit, sich über die laufenden Arbeiten in den Regionalgruppen auszutauschen. Auch dazu konnte die von Markus Meyer initiierte Veranstaltung bestens genutzt werden.

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Winterliche Impressionen von den seismischen Messungen

Wie auch schon unsere Praktikantin Fabienne Reiser feststellen durfte, sind die seismischen Messungen bei eisiger Kälte eine körperliche Herausforderung. Aber es sei auch sehr schön, den ganzen Tag im Freien zu arbeiten, lautete ihr Fazit nach einer Woche unterwegs mit dem Messtrupp. Heute schalten wir ein Video von Beat Müller hoch, der die seismischen Messungen fotografisch begleitet hat. Er hat auch dieses Video gedreht mit schönen winterlichen Impressionen.

Messungen im Gebiet Südranden und Information der Bevölkerung

Heute wurden die seismischen Messungen im Gebiet Südranden begonnen. Insgesamt werden dort acht bis zehn Tage gemessen. Das heisst der Count Down läuft: Ende kommender Woche wird die Seismik-Kampagne in der Nordschweiz abgeschlossen.

Am Samstag, 3. März informieren wir die Bevölkerung über die seismischen Messungen im Gebiet Südranden. Von 10 bis 13 Uhr werden wir mit einer mobilen Ausstellung vor der Volg-Filiale in Löhningen anwesend sein und den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort stehen. Es freut uns, wenn Sie vorbei kommen. Die Ankündigung können Sie hier herunterladen: Information Löhningen

Weiteres Vorgehen

Seismische Messungen funktionieren ganz ähnlich wie ein Ultraschall beim Arzt. Dieser hat ein Gerät, mit dem er von aussen in den Körper hineinschaut. Auch bei den seismischen Messungen bekommt man ein Abbild des Körpers. Allerdings ist der Körper viel, viel grösser als der menschliche Körper. Es ist der Körper von Mutter Erde. Auch wegen der viel grösseren Dimension dauert es bei unseren Messungen viel länger als bei einem Ultraschall, bis wir ein “Bild” in Händen halten können. Schon jetzt wurde mit der Auswertung der Ergebnisse begonnen. Konkrete Ergebnisse erwarten wir bis Ende des Jahres.

Die Ergebnisse, die wir aus diesen Untersuchungen gewinnen, fliessen zusammen mit vielen anderen Daten in den Einigungsprozess für die Standortwahl eines geologischen Tiefenlagers ein. Voraussichtlich Mitte 2013 wird die Nagra die verbleibenden Standortgebiete beim Bundesamt für Energie einreichen. Dann folgt der Überprüfungsprozess durch die kontrollierenden Instanzen. Es wird erwartet, dass in etwa drei- bis dreieinhalb Jahren der Bundesrat über die verbleibenden Standortgebiete entscheidet.

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Rund 50 Bürgerinnen und Bürger informierten sich in Unterentfelden

Kaum war unsere mobile Ausstellung in dem umgebauten VW-Bus aufgebaut, kamen am Samstag, 18. Februar auch schon die ersten Besucher. Das Interesse war gross und zu Viert standen die Mitarbeitenden der Nagra den Fragenden Rede und Antwort.

Projektleiter Marian Hertrich erklärt, welche Linien im Gebiet Jura-Südfuss gemessen werden und wie lange die Messungen dauern (siehe Video vom Freitag, 17. Februar).

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Abschluss im Gebiet Jura Ost und Information im Gebiet Jura-Südfuss

Heute werden die seismischen Messungen im Gebiet Jura Ost beendet. Trotz der eisigen Kälte in den vergangenen Wochen sind die Feldarbeiten zügig voran gegangen. Philip Birkhäuser, Projektleiter für die seismischen Messungen  bei der Nagra, zieht ein positives Resümee:

260 km Messlinien wurden in weniger als vier Monaten abgearbeitet. Rund 1800 Grundstücksbesitzer wurden dafür um ihre Erlaubnis angefragt. Bis auf einzelne haben alle zugestimmt, dass auf ihrem Gelände entweder gemessen oder Kabel ausgelegt werden dürfen. Wir danken an dieser Stelle gerade den Grundstückseigentümern, aber auch den Gemeinden und Kantonen, dass sie unsere Arbeit unterstützt und damit möglich gemacht haben. Wir möchten aber auch nicht verschweigen, dass es hin und wieder zu Missverständnissen, Problemen oder auch Aufregung gekommen ist. Das ist bei einem solch grossen Projekt leider nicht gänzlich zu vermeiden. Weitestgehend konnten aber alle Probleme in beiderseitigem Einvernehmen gelöst werden – und dafür sind wir dankbar.

Rund 100 Mitarbeitende seitens der beauftragten Firmen waren Tag für Tag von Montag bis Samstag im Feld tätig – bei Wind und Wetter, bei Sonnenschein und eisiger Kälte. Während wir sie zu Beginn der Messungen manchmal vom Büro aus darum beneidet haben, dass sie den ganzen Tag bei herrlichstem Herbstwetter draussen tätig sein dürfen, wollten wir Büromenschen in den vergangenen Wochen dann lieber doch nicht tauschen.

Geofonauslage

Wir von der Nagra hatten viele schöne und nette Erlebnisse mit dem Messtrupp und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Trupp in den kommenden drei bis vier Wochen, in denen die Gebiete Jura-Südfuss und Südranden vermessen werden.

Information in Unterentfelden

Morgen wird in Suhr mit den seismischen Messungen begonnen. Um die interessierte Bevölkerung zu informieren, wird die Nagra am Samstag, 18. Februar, von 10 bis 13 Uhr vor dem Gemeindehaus in Unterentfelden, Hauptstrasse 15, mit einer mobilen Ausstellung anwesend sein. Es würde uns freuen, wenn Sie vorbei kommen würden.

Die Einladung zu unserer Informationsveranstaltung können sie hier herunterladen: Information Unterentfelden

 

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Vibrationsfahrzeuge fahren und Sprengungen hautnah miterleben

Ein Tag bei der „Vibrocrew“ stand vor der Tür. Die Crew setzt sich zusammen aus drei Fahrern, einem sogenannten Pusher, zwei Schwingungsmessern und der Verkehrshilfe. Ich wurde bei Udo dem Vibropusher eingesetzt. Da es nicht einfach ist die 22 Tonnen schweren Messfahrzeuge durch schmale Strassen, Felder und enge Kurven zu lenken, hat er die Aufgabe, die Fahrzeuge einzuweisen. Er bestimmt ebenfalls, wie viele Vibrationsfahrzeuge gleichzeitig schwingen sollen. Wenn sich beispielsweise Militärbunker oder Wasserleitungen unter den Strassen befinden, dürfen nicht alle drei Fahrzeuge gleichzeitig ihre Schwingungen durchführen. Auch in der Nähe von Bienenstöcken ist Vorsicht geboten. Die Bienen befinden sich zurzeit im Winterschlaf und könnten durch die Schwingungen aufgeweckt werden. Dies hätte schwerwiegende Folgen für das Volk und damit auch für den Imker.

Entlang von Strassen werden an allen Häusern die von den Messfahrzeugen ausgesandten Schwingungen gemessen, die an den Gebäudefassaden ankommen. Es gilt ein Grenzwert gemäss Schweizer Baunorm, der nicht überschritten werden darf. Allenfalls muss die Stärke der Vibration oder die Anzahl der vibrierenden Fahrzeuge heruntergesetzt werden.

Im Verlauf des Morgens durfte ich auch einmal in einem Vibrationsfahrzeug mitfahren. Marlis, eine der wenigen Frauen, die bei dem Messtrupp arbeitet, fährt schon viele Jahre lang diese riesigen Fahrzeuge. „Jeder Vibro hat so seine Tücken, aber das Vibro fahren ist für mich mittlerweile wie Auto fahren“, meint die erfahrene Lenkerin.

Sogar steile Passagen können die massigen Fahrzeuge meistern, jedoch kann es sein, dass sie dabei ein Männchen machen (siehe Foto). „Es  ist schon ein bisschen ein beunruhigendes Gefühl, wenn der Vibro sich aufstellt, aber dafür hat man eine gute Aussicht“, meint der zweite Fahrer im Team lachend.

Wenn der Weg jedoch unbefahrbar wird, werden die Fahrzeuge zurückgelassen und die zur Messung benötigten Schwingungen werden durch kleine Sprengungen ausgelöst. Ich durfte bei vier Sprengungen an diesem Tag dabei sein. In steilem, abschüssigem Gelände waren vier Bohrlöcher mit einer Tiefe von acht Metern einige Tage zuvor gebohrt worden. Zwei dünne Kabel schauten aus dem Boden. Diese wurden an der Kontrollbox angeschlossen und dem Messwagen wurde die Bereitschaft der Sprengung mitgeteilt. Ausgestattet mit Helm wartete ich gespannt auf den Schuss. Schlussendlich startete der Messwagen die Sprengung und ein dumpfer Knall und eine leichte Erschütterung waren zu spüren. Ich war etwas überrascht, dass die Sprengungen viel weniger imposant waren als erwartet. Die gefühlten Auswirkungen waren deutlich weniger stark als etwa beim Vibrieren mit den Fahrzeugen.

Nach den vier Sprengungen durfte ich wieder zu den Vibrationsfahrzeugen zurückkehren. Ich blicke auf einen weiteren erlebnisreichen Tag im Freien zurück.

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Informationsveranstaltung vom 28. Januar in Umiken

Schon kurz vor 13 Uhr standen die ersten Besucherinnen und Besucher erwartungsvoll an der Tür. In der Turnhalle war ein Informationsparcour mit sechs Stationen und einem allgemeinen Informationsstand aufgebaut. Mit grossem Interesse bahnten sich die Besucher ihren Weg durch die Halle und suchten das Gespräch mit den Experten. Es wurde intensiv informiert, erklärt und diskutiert.

Zwischendurch konnte man sich im Kafistübli mit Suppe und Kaffee oder Punsch aufwärmen und sich mit Sandwich oder Kuchen stärken.

Die Attraktion vor der Turnhalle war das Vibrationsfahrzeug. Die Besucher konnten das Fahrzeug besichtigen, sich über Technik und Funktion informieren und sogar ins Führerhaus einsteigen. Ein Fotograf hielt diejenigen in einem Bild fest, die das wollten.

Wir bedanken uns für das grosse Interesse und für die vielen spannenden Gespräche.

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Informationen für die Bevölkerung

Am Samstag, 28. Januar, bieten wir in der Turnhalle der Schule in Umiken von 13 bis 16 Uhr eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung an. Warum werden zurzeit seismische Messungen durchgeführt? Wie funktionieren diese Messungen? Muss ich Angst um mein Haus haben, wenn in unserer Strasse gemessen wird?

Auf einem Informationsparcours versuchen wir, Sie so umfassend wie möglich über alle Aspekte rund um die seismischen Messungen und die nukleare Entsorgung zu informieren. Kommen Sie vorbei. Unsere Mitarbeitenden freuen sich auf das Gespräch mit Ihnen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Neben einer Kaffeestube können Sie auch eines der grossen Messfahrzeuge besichtigen. Sie dürfen sogar einsteigen und sich fotografieren lassen, wenn Sie Lust dazu haben. In der Kinderecke können sich die Kleinen beschäftigen, während sich die Grossen informieren.

Vor einigen Tagen wurden Vorschläge für mögliche Standortareale, an denen Oberflächenanlagen zu den benötigten Tiefenlagern gebaut werden könnten, bekannt gegeben wurden. Deshalb werden wir speziell auch einen Informationsstand zu diesem Thema einrichten. Besonders interessiert sind wir an der Informationsveranstaltung aber an Ihren Fragen und Anregungen. Ihre Anliegen sollen genügend Raum bekommen. Sprechen Sie uns an.

Hier können Sie die Einladung zu unserer Informationsveranstaltung herunterladen: Einladung Umiken

Falls Sie sich auf das Thema einstimmen wollen, können Sie sich auch den Beitrag auf SF Schweiz Aktuell vom 20. Januar 2012 ansehen: SF Schweiz Aktuell vom 20. Januar

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Mit der Kabelcrew unterwegs: Schleppen, bücken und Muskelkater

Bei schönstem Wetter und eisiger Kälte stand ein weiterer Tag Feldarbeit bevor und zwar heute bei der Kabelcrew. Geofonkabel auslegen, Geofone in den Boden pflanzen und die Kabel zusammenräumen, so lautete das Programm des Tages. Die an jedem Messpunkt angeregten Schwingungen werden über eine Strecke von vier Kilometern mit Geofonen aufgefangen. Das heisst, es müssen jeweils vom Messpunkt aus zwei Kilometer nach vorne und zwei Kilometer nach hinten Geofone ausgelegt sein. Für die Kabelcrew heisst das, dass sie vorne Geofone aufbauen, um den Messfortschritt nicht zu behindern, während hinten die Kabel wieder abgebaut werden.

Geofon

240 Geofon-Stationen werden täglich aufgebaut, wobei eine Station 12 Geofone beinhaltet. Alle halbe Meter wird also ein Geofon mit seinem etwa zehn cm langen Metalldorn in den Boden gesteckt bzw. gepflanzt wie der Fachmann sagt. Beim Auslegen der Kabel friert man trotz Kälte nicht. Die Kabel sind schwer und das Bücken für jedes der fast 3000 Geofone ist anstrengend. „Bei diesem Projekt ist die Arbeit besonders hart, weil die Geofone in so kurzen Abständen in den Boden gedrückt werden“, erklärt Martin, der seit zehn Jahren bei der beauftragten Firma DMT arbeitet. „Dies bedeutet, dass man sich ständig in gebückter Position befindet und die Anstrengung im Rücken zu spüren bekommt.“

Zurzeit läuft eine Testphase mit Drei-Komponenten-Geofonen. Diese zeichnen Bewegungen in drei Dimensionen auf anstelle von einer Dimension. Die Qualität eines solchen Geofons ist grösser, weshalb weniger Geräte ausgelegt werden müssen. Die Drei-Komponenten-Geofone werden nur alle sechs Meter in den Boden gesteckt. Für die Testphase werden jetzt aber gleichzeitig auch die herkömmlichen Geofone ausgelegt. Damit kann man die Datenqualität der verschiedenen Geofone direkt vergleichen.

Den ganzen Morgen haben wir Geofone ausgelegt, wobei die Kälte die ganze Prozedur erschwerte. Auf offenen Feldern war der Boden gefroren, so dass es fast unmöglich war die Geofone tief genug einzustecken. Eine Hacke musste zu Hilfe gezogen werden, um Löcher für die Geofone zu schlagen.

Am Mittag ist der Aufbau zu Ende. Am Nachmittag werden die Kabel am Ende der Linie wieder eingesammelt, ins Auto geladen und zurück ins Lager gebracht. Ein körperlich anstrengender und spannender Tag, nach dem ich sicherlich mit Muskelkater rechnen muss.

Kabelauslage – immer den Pflöcken nach

Der gefrorene Boden erschwert die Arbeit

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